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Kleine Geschichten aus dem Alltaganimal-339400_960_720

Eltern kennen die Situation aus Erfahrung: Die Kinder erzählen in ihrer eigenen Ausdruckweise und häufig denkt man sich: Das müsste man jetzt direkt aufschreiben.

Genau das haben wir uns für diese Seite vorgenommen.

Foto / Quelle: Pixabay

“Kann ich `n Kühlpäck?” – Wider die Sprachverkürzung!

Ein Junge aus der 1.Klasse, Muttersprache Deutsch, kommt nach der Pause in unser Sekretariat: “Ich war bei Fußball. Jetzt hab´ ich Schienbein. Kann ich `n Kühlpäck?”

Diese zunächst drollige Ansage aus dem Mund eines Sechsjährigen scheint auf ein neues Phänomen hinzuweisen: Die Jugendsprache, welche früher mal mithilfe von eigenen Wortkreationen der jeweiligen Teenager-Generation zur Abgrenzung vom Establishment der Erwachsenen dienen sollte,  scheint in die Alterszonen der Grundschulzeit abzusinken.

Eltern dürfen mit Recht erwarten, dass ihre Kinder während der Grundschulzeit auch hinsichtlich des Gebrauchs einer gesellschaftstauglichen Form der deutschen Sprache gebildet werden.

Deshalb lautet die Antwort nach der Pause: “Guten Morgen!” (Erwartungsvolles Innehalten auf Seiten des angesprochenen Erwachsenen.) “Du kannst gerne einen Kühlpäck HABEN, wenn du vollständig danach fragst.”

child-636022_960_720Gegebenenfalls kann sich auch die abgekürzte Version des Gesprächs ereignen.

Schüler: “Kann ich `n Kühlpäck?”

Erwachsener: “Was denn? Anschauen? In die Luft werfen? Unter der Stuhl legen?”

Schüler: “Äh…haben!”

Falls sich dann noch das bewährte kleine Wörtchen mit den beiden -t- (in der Mitte!) ereignet, dann klappt das auch mit dem Kühlpäck!

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